Passly

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Version 1.2 · Stand: 31. Juli 2026

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln das Vertragsverhältnis zwischen Passly, Loïc Magnin, Bern, Schweiz (nachfolgend «Anbieter») und Geschäftskunden (nachfolgend «Kunde»), die den Passly-Dienst für ihren Betrieb nutzen. Der Dienst richtet sich ausschliesslich an Unternehmen und Selbständige, nicht an Konsumentinnen und Konsumenten. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen schriftlich zustimmt.

Endkunden des Kunden (Karteninhaber) werden nicht Vertragspartei dieser AGB; für sie gilt die Datenschutzerklärung.

2. Leistungen

Der Anbieter stellt dem Kunden eine Software-as-a-Service-Plattform (SaaS) zur Verfügung, mit der der Kunde digitale Stempelkarten für seine Endkunden anbieten kann. Die Plattform umfasst insbesondere:

Der genaue Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif (Free, Pro, Business) gemäss der jeweils aktuellen Preisübersicht auf getpassly.ch. Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln, Funktionen anzupassen, zu ersetzen oder einzustellen, sofern dadurch die wesentliche Nutzungsmöglichkeit des Dienstes nicht unzumutbar eingeschränkt wird.

Die Darstellung der Stempelkarten setzt ein kompatibles Wallet auf dem Gerät des Endkunden voraus (derzeit Apple Wallet).

Der Anbieter stellt eine technische Infrastruktur zur Verwaltung digitaler Treueprogramme bereit. Er garantiert keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, insbesondere keine bestimmte Anzahl zusätzlicher Kunden, Besuche, Umsätze oder Einsparungen.

3. Vertragsabschluss

Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter die Registrierung des Kunden bestätigt und das Konto freischaltet. Der Anbieter kann Registrierungen ohne Angabe von Gründen ablehnen. Mit Pilotkunden können individuell abweichende Konditionen vereinbart werden; diese gehen den AGB vor.

4. Preise & Zahlung

Es gelten die Preise der aktuellen Preisübersicht auf der Website zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bzw. des Tarifwechsels. Die Vergütung ist je nach gewählter Abrechnungsart monatlich oder jährlich im Voraus geschuldet und wird per Rechnung gestellt. NFC-Tags werden einmalig pro Stück gemäss aktueller Preisübersicht verrechnet. Alle Preise verstehen sich exklusive einer allfälligen Mehrwertsteuer.

Preisänderungen kündigt der Anbieter mindestens 30 Tage im Voraus an; sie gelten ab der nächsten Abrechnungsperiode. Ist der Kunde mit einer Preiserhöhung nicht einverstanden, kann er den Vertrag auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.

Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter nach erfolgloser Mahnung mit angemessener Nachfrist den Zugang zum Dienst sperren, bis die offenen Beträge beglichen sind.

5. Laufzeit & Kündigung

Der Free-Tarif ist unbefristet und kann von beiden Seiten jederzeit beendet werden. Kostenpflichtige Tarife haben eine Mindestlaufzeit von 4 Monaten; danach können sie von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat auf das Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Die Kündigung bedarf mindestens der Textform (E-Mail an team@getpassly.ch).

Mit Vertragsende werden die ausgegebenen Stempelkarten in den Wallets der Endkunden als ungültig markiert. Bereits bezahlte Entgelte für nicht genutzte Zeiträume werden nicht zurückerstattet, ausser die Kündigung erfolgt wegen einer vom Anbieter zu vertretenden wesentlichen Vertragsverletzung.

6. Pflichten des Kunden

Der Kunde verpflichtet sich:

Der Kunde ist allein verantwortlich für die Rechtmässigkeit, Richtigkeit und Aktualität der von ihm bereitgestellten Inhalte, Angebote, Belohnungen und Kommunikation gegenüber Endkunden. Er verantwortet insbesondere, dass seine Push-Mitteilungen den Vorgaben zu unerwünschter Werbung entsprechen (insbesondere Art. 3 Abs. 1 lit. o UWG).

Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstössen kann der Anbieter das Konto nach vorheriger Abmahnung, in dringenden Fällen auch sofort, sperren oder den Vertrag fristlos beenden.

7. Endkundendaten & Datenschutz

Für die Personendaten seiner Endkunden (Identifikationsdaten wie Vor- und Nachname, optional weitere Merkmale wie Geburtsdatum, sowie Stempel- und Einlösedaten) ist der Kunde die verantwortliche Stelle; der Anbieter bearbeitet diese Daten als Auftragsbearbeiter. Ergänzend gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der Bestandteil dieses Vertrags ist. Der Umgang mit Personendaten ist in der Datenschutzerklärung beschrieben. Der Kunde darf die über Passly erhobenen Endkundendaten nur im Rahmen seines Treueprogramms und der anwendbaren Datenschutzgesetze verwenden.

Der Kunde stellt sicher, dass er über eine ausreichende Rechtsgrundlage für die Bearbeitung der Endkundendaten verfügt und seine Informationspflichten erfüllt.

8. Verfügbarkeit & Support

Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote (kein SLA). Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit angekündigt und in nutzungsarme Zeiten gelegt. Support wird per E-Mail geleistet; der Anbieter bemüht sich, Anfragen innert zwei Arbeitstagen zu beantworten. Ein Anspruch auf eine bestimmte Reaktions- oder Behebungsfrist besteht nicht. Für Pilotkunden gilt der Dienst ausdrücklich als «in Entwicklung».

Die Verfügbarkeit kann insbesondere durch Störungen oder Ausfälle von Drittanbietern beeinflusst werden (z. B. Apple Wallet, Hosting- und Infrastrukturanbieter). Der Anbieter übernimmt hierfür keine Garantie.

9. Geistiges Eigentum & Nutzungsrechte

Sämtliche Rechte an der Plattform, ihrer Software und ihren Inhalten verbleiben beim Anbieter. Der Kunde erhält für die Vertragsdauer ein nicht ausschliessliches, nicht übertragbares Recht, die Plattform für seinen eigenen Betrieb zu nutzen. Der Kunde räumt dem Anbieter das Recht ein, die von ihm bereitgestellten Inhalte (z. B. Logo, Betriebsname, Kartendesign) zur Erbringung der Leistung zu verwenden, insbesondere zur Darstellung auf den Stempelkarten. Der Kunde sichert zu, über die dafür nötigen Rechte zu verfügen.

Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die daraus entstehen, dass vom Kunden bereitgestellte Inhalte Rechte Dritter verletzen.

10. Gewährleistung & Haftung

Der Anbieter stellt die Plattform in ihrem jeweiligen Zustand zur Verfügung. Er gewährleistet keine ununterbrochene, fehlerfreie oder jederzeit verfügbare Nutzung der Dienste.

Der Anbieter haftet für Schäden, die vorsätzlich oder grobfahrlässig verursacht wurden. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit wird, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.

Eine Haftung für indirekte Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, entgangene Einsparungen, Reputationsschäden, Datenverluste oder Ansprüche Dritter wird, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.

Die Haftung des Anbieters ist, soweit gesetzlich zulässig, auf die vom Kunden während der letzten sechs Monate vor Eintritt des schädigenden Ereignisses bezahlten Nutzungsgebühren beschränkt.

Der Anbieter haftet nicht für Störungen oder Ausfälle von Drittanbietern, insbesondere Hosting-, Infrastruktur- oder Plattformdiensten wie Apple Wallet, sofern diese nicht durch den Anbieter verursacht wurden.

Der Anbieter haftet nicht für Verpflichtungen des Kunden gegenüber seinen Endkunden, insbesondere nicht für die Gewährung, Einlösung oder Ausgestaltung von Belohnungen, Rabatten oder Angeboten.

11. Datenherausgabe nach Vertragsende

Nach Vertragsende werden die Kundendaten und die im Auftrag bearbeiteten Endkundendaten innert 30 Tagen gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Von der Löschung ausgenommen sind technische Sicherungskopien, die im Rahmen regulärer Backup-Zyklen überschrieben werden. Der Kunde kann vor Ablauf dieser Frist einen Export seiner Daten anfordern.

12. Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB anpassen. Wesentliche Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Inkrafttreten, gelten die Änderungen als genehmigt; auf diese Folge wird in der Mitteilung hingewiesen. Bei Widerspruch kann jede Partei den Vertrag auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens beenden.

13. Schlussbestimmungen

Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirtschaftlich möglichst gleichwertige Regelung. Der Anbieter kann den Vertrag im Rahmen einer Unternehmensnachfolge auf einen Rechtsnachfolger übertragen. Der Kunde darf Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ohne vorherige Zustimmung des Anbieters nicht übertragen.

Es gilt Schweizer Recht unter Ausschluss des Kollisionsrechts und des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG). Gerichtsstand ist Bern, Schweiz; zwingende Gerichtsstände bleiben vorbehalten.